5 Jahre.

Eine Regenbogentorte zur Hochzeit – vor fünf Jahren!

Menschen feiern gern Jubiläen, ob es nun runde oder halbrunde sind. Erst letzte Woche lasen wir im Elternbrief der Stadt München, wir könnten ja nun bald eine „Geburtstagsfeier“ für die ersten sechs Monate unseres Jüngsten feiern. Wir hatten das nicht geplant, aber ein Vorschlag war auch, sich selbst als Eltern zu diesem Anlass etwas Gutes zu tun – dafür sind wir natürlich gern zu haben.

Das Halbrunde wird gern gefeiert, damit man nicht ein ganzes oder gar zehn Jahre warten muss. Im Moment habe ich das Gefühl, es wird viel an 2015 zurückerinnert und ein Blick darauf geworfen, was in den vergangenen fünf Jahren passiert ist. Fünf Jahre sind ein beliebter Zeitraum, um diesen in Richtung Vergangenheit oder Zukunft zu beleuchten.

„Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“ Ich bin mir nicht sicher, ob diese Frage wirklich so häufig in Vorstellungsgesprächen verwendet wird, aber man kann sie in allen Ratgebern lesen. Mir persönlich wurde sie jedenfalls noch nicht gestellt und umgekehrt habe ich das auch nie gefragt, wenn ich mal selbst ein Interview mit eine*r Bewerber*in geführt habe.

Vielleicht auch, weil ich es im Grunde unmöglich finde, die Frage zu beantworten. In meiner Schulzeit gab es einen Klassenkameraden, der genau wusste, dass er mit 30 zwei Kinder haben und beruflich schon in New York, Rio, Tokio (oder so ähnlich) gewesen sein wollte. (Ich glaub, das hat so ganz aber auch nicht geklappt, aber das steht auf einem anderen Blatt.) Solche Pläne waren mir jedenfalls immer fremd, ich wusste zu Schulzeiten noch nicht mal, was ich beruflich machen wollte. So passt es vielleicht auch, dass ich ein erstes Studium absolvierte, mit dessen Abschluss ich Lehrerin hätte werden können, was nie passierte, weil ich zunächst in meinem Studentinnenjob bei einem Messeveranstalter hängenblieb, was ich aber nach ein paar Jahren an den Nagel hängte, um Sozialmanagerin zu werden. Die Findungsphase hat also länger gedauert und ich hätte sicher nie fünf Jahre vorher sagen können, wohin es mich verschlagen würde.

Im Privaten ging es mir ähnlich. Ich hatte als Jugendliche niemals eine Vorstellung davon, ob ich einmal heiraten und/oder Kinder bekommen würde. Heute bin ich verheiratet und habe zwei Kinder und finde das manchmal immer noch verwunderlich. Die Hochzeit ist nun -Achtung- 5 Jahre her, und damals war ich eher davon überzeugt, keine Kinder zu haben. Vielleicht ist das aber auch eine Frage des Alters. Mittlerweile finde ich es vorstellbarer, was in fünf Jahren sein könnte. Das könnte aber auch wieder mit den Kindern zu tun haben – zumindest hat man in Teilen ein vages Bild, was da auf uns zukommen könnte.

Vor fünf Jahren, im Jahr 2015, hätte niemand antizipiert, dass wir uns heute in einer Pandemie befinden und es fast schon normal finden, mit Maske einkaufen zu gehen. Gesellschaftspolitisch ist das einzig Beständige wohl Angela Merkel. In einem Interview wurde sie kürzlich zur „Flüchtlingskrise“ 2015 befragt. Damals sagte sie ja „Wir schaffen das!“. Eine Reporterin fragte: „Und was hat Sie geschafft in den letzten fünf Jahren?“, woraufhin sie lächelte und meinte, nichts hätte sie geschafft, sonst würde sie ja nun nicht hier sitzen. Da würde man schon wirklich mal gern hinter die Kulissen schauen. Ich kann mir vorstellen, dass Frau Merkel in den vergangenen Jahren recht oft ziemlich geschafft war.

Ebenfalls vor fünf Jahren wurden ambitionierte Klimaziele festgelegt. Niemand hatte wohl gedacht, dass nur eine weltweite Pandemie dazu führt, dass die Ziele für 2020 in Deutschland wieder erreichbar scheinen. Vielleicht hilft Corona wenigstens hier, sodass ein Umstieg auf nachhaltigere Wirtschaft näher rückt. Viele Leute stellen im Moment außerdem fest, dass man in Deutschland und den benachbarten Ländern tatsächlich auch schöne Urlaube verbringen kann. Es wäre schon etwas gewonnen, wenn das zu einem Umdenken führen würde, und die bisher jährliche Fernreise nur noch alle zwei oder -Achtung- fünf Jahre stattfinden würde. Dann hat man wenigtens eine Antwort auf die Frage, wo man sich in fünf Jahren sieht: Im Yoga-Retreat auf Sri Lanka oder auf dem Weingut in der Pfalz…

Oh well, in five years time we could be walking round a zoo
With the sun shining down over me and you
And there’ll be love in the bodies of the elephants too
And I’ll put my hand over your eyes but you’ll peek through
And there’ll be sun, sun, sun all over our bodies
And sun, sun, sun all down your necks
And there’ll be sun, sun, sun all over our faces
And sun, sun, sun, so what the heck…

Noah and the Whale – Five Years Time

Corona-ABC.

Fahrrad, Bier und Virus

A. Allgemeinverfügung
Ein Dauerbrenner bei mir in der Arbeit im Moment: was steht drin, wie lange gilt’s, wer versteht’s, was ist missverständlich/falsch/schwierig… da ist man gut beschäftigt. Und gerade in den ersten Wochen wurde so eine Allgemeinverfügung gern auch am Freitagabend oder Wochenende veröffentlicht, um dann am Montag in Kraft zu treten.

B. Balkonbier
In der Krise ist man froh über den Balkon, noch froher über Bier. Sehr gefreut haben wir uns über alle Balkonbesucher*innen, die es sich zum Teil mit Stühlen und Getränken in unserem Innenhof-„Vorgarten“ bequem gemacht haben, um sich mit uns auf Distanz zu unterhalten.

C. Corona
Bisher nur eine Bier- und wohl auch Fahrradmarke. Nun also ein Virus mit globaler Pandemie, die in die Geschichte eingehen wird. Ich habe trotzdem kein Corona getrunken seitdem, das Beste daran war doch immer schon nur die Limette.

D. Distanz
Am Anfang, direkt nach der ersten Ausgangsbeschränkung, war es noch einfach: Abstand zu allen, war die Devise. Schwierig wird es jetzt, mit den ersten Lockerungen: Wen trifft man, bei wem hält man Abstand, bei wem nicht? Traut man sich wieder, einander zu umarmen? Gerade, wenn man ein Mensch ist, der gerne Nähe zu anderen mag, ist es wirklich herausfordernd, sich jetzt richtig zu verhalten.

E. Elternzeit
Einerseits echt großes Pech, dass die Elternzeit meiner Frau genau in die Coronazeit fällt. Babygruppe, Rückbildung – all das findet im Moment nur online statt, auch die Ausflüge in den Park und Biergarten waren zunächst kaum möglich. Die Schwiegermutter konnte nicht kommen und so war meine Frau nach nur einer Woche im Wochenbett tagsüber allein zuständig für zwei Kinder, während ich im Homeoffice arbeiten musste.
Andererseits auch großes Glück – dass unser Sohn nicht in die Kita gehen kann, hätte uns in eine arge Bredouille gebracht, wenn meine Frau auch hätte arbeiten müssen. Meine Elternzeit steht noch bevor und ich hoffe, dass sich bis dahin alles ein wenig beruhigt hat.

F. Facebook-Challenges
Vielleicht ist es nur ein Gefühl, aber die Facebook-Challenges haben auch Fahrt aufgenommen in der Coronazeit, finde ich. Ich weiß es gar nicht mehr genau, aber ich bin mittlerweile nominiert, Powerfrauen-Fotos von mir zu posten, beste Musikalben, Bücher… Ich sag es jetzt hier ganz ehrlich: Ich komm einfach nicht dazu und werd es wohl einfach sein lassen. Sorry. Wir gehören gerade nicht zur Langeweile-Fraktion, eher könnte der Tag 48 Stunden haben.
Witzigster Challenge war keiner über Facebook, sondern über WhatsApp, wo man sich dabei filmen musste, wie man sich gerade einen ordentlich hinter die Binde kippt. Da haben interessanterweise auch alle von mir Nominierten mitgemacht und den ausgeschriebenen Kasten Bier hab ich somit nicht bekommen.
Ach ja, und vielleicht sagt mir mal wer die Wahrheit: Ist das mit dem Brotbacken auch ein Challenge? Oder warum machen das auf einmal alle? Schaut jedenfalls gut aus… wenn ich irgendwann also mal wieder Zeit habe, probiere ich das auch mal.

G. Gruppen
…gibt es gerade nicht mehr. Höchstens noch Grüppchen. Für die Lockerungen sind dann relativ beliebige Zahlen festgelegt – man darf sich bspw. zu zehnt treffen. Das gaukelt etwas vor, das es leider nicht gibt: Sicherheit vor der Ansteckung.

H. Homeoffice
Segen und Fluch. Die Grenze zwischen Privatleben und Arbeit verschwimmt… Dafür fällt der Arbeitsweg weg. Man kann mit der Familie zu Mittag essen, auf dem Weg zum Klo auch mal sein Kind in den Arm nehmen. Aber wenn man in einer Videokonferenz ist, und der Kleine an die Tür klopft und ruft, und man kann nicht darauf reagieren, wird es einem schon ganz schön schwer ums Herz.

I. Isolation
Sehr isoliert haben wir uns gar nicht gefühlt. Wenn gerade ein Baby auf die Welt gekommen ist, tanzt man sowieso nicht auf allen Hochzeiten, sondern verbringt viel Zeit zu Hause.

J. Jobrad
Darum hab ich mich leider immer noch nicht gekümmert, aber mein Plan ist es, mir über JobRad ein E-Bike zu leasen. Damit kann ich dann den Arbeitsweg zurücklegen, wenn wir wieder vom Büro aus arbeiten, dachte ich mir. Den Gedanken an die (überfüllte?!) U-Bahn finde ich nämlich gerade nicht sehr prickelnd. Zwei Kinder im Fahrradanhänger transportieren sich außerdem mittelfristig motorisiert sicher leichter.

K. Konzert
Eigentlich bin ich leidenschaftliche Konzertgängerin. Seit wir Kinder haben, ist das natürlich rapide weniger geworden. Doch nun gibt es gar keine mehr, das ist schon dramatisch, v.a. wenn man mitbekommt, wie es den Künstlern*innen damit geht. Unterstützenswert sind daher die Online-Konzerte, von denen wir schon ein paar genossen haben – zum einen von unserer Lieblings- (und Wohnzimmer-)Sängerin Toby, zum anderen auch die Covid19-Benefiz-Konzerte der WHO, oder auch mal Melissa Etheridge, die täglich auf Facebook live gesungen hat.

L. Landleben
Ich bin ein totales Stadtkind und wehre mich schon, wenn es nur darum geht, vielleicht irgendwann mal am Stadtrand zu leben. Aber in der Corona-Krise habe ich zusätzlich die Stadt-Krise bekommen. Zu viele Menschen waren und sind unterwegs, ständig muss man sich ausweichen, die Gehwege zu eng, die Supermärkte zu voll, vorm Bäcker ist eine Riesenschlange. Wie schön muss es doch sein, in einem verschlafenen Dorf zu leben, dachte ich mir da manches Mal. Gerettet aus der Stadt-Krise hat mich, dass mein Vater uns sein Auto geliehen hat (wir brauchen in der Stadt ja keines, war immer meine Devise – aber nun wollten wir natürlich nicht mit Bus oder Bahn fahren, und das Baby ist noch zu klein fürs Radl). Mit dem Auto können wir raus aufs Land, wenn es hier zu eng wird. So ein kleiner Ausflug reicht dann auch. Ich bleibe Stadtkind.

M. Mundschutz
Das Modeaccessoire des Jahres 2020. Vielleicht auch ganz gut, Schals haben wir ja nun echt durchgespielt. Spaß beiseite, wir sind sehr dankbar für all die fleißigen Näherinnen da draußen, die uns ausgestattet haben!

N. Notbetreuung
Notbetreuung gibt es für uns nicht, da meine Frau in Elternzeit ist. Es ist auch eine zweischneidige Sache – man hat Angst vor der Ansteckung über die Kita (das Kind hatte nicht mal einen Schnupfen, seit es nicht mehr in die Kita geht), andererseits würde man es den Kleinen so sehr wünschen, dass sie wieder zusammen spielen dürfen – und sich selbst auch mal eine Kinderpause…

O. Oh oh
Ob das nun mit Corona zu tun hat, wissen wir nicht. Aber unser älterer Sohn lernt gerade sprechen und sagt sehr gerne (auch in den richtigen Situationen und mit der richtigen Intonation) „Oh oh“ – das bringt uns sehr oft zum Lachen.

P. Pandemie
Auch so ein Wort… Epidemie, das hat man vielleicht noch verwendet. Aber Pandemie fand sich wohl eher im passiven Wortschatz. Ich bin sehr gespannt, was Wort und Unwort des Jahres wird, wo es doch so viele neue Begriffe gibt. Systemrelevant rangiert da sicher auch recht weit oben.

Q. Quarantänemähne
Wir hatten defintiv eine ordentliche Quarantänemähne, es ging soweit, dass wir Spängchen und Haargummis kaufen mussten.
Durch den guten Draht zu unserer Friseurin kamen wir gleich Anfang Mai in den Genuss eines Haarschnittes, zum Glück.

R. Reisebeschränkungen
Für Anfang Juli haben wir zum dritten Mal einen Flug für die Schwiegermutter gebucht und sind mal gespannt, ob er dieses Mal nicht gecancelt wird. Immer noch sind wir unsicher, wann wir nach England fliegen sollen. Hier eine verantwortungsbewusste Entscheidung für sich, die Kinder, und die älteren Verwandten zu treffen, ist gar nicht so einfach.

S. Selfie
Was macht man, wenn man Nachwuchs bekommt? Familienfotos! So gern hätten wir auch wieder ein professionelles Shooting gemacht, aber auch das fiel ins Wasser. Nun gibt es also einige Selfies von uns vieren, der Arm hätte länger sein können und dass alle nett und mit offenen Augen in die Kamera blicken, ist wirklich nicht selbstverständlich…

T. Telefon
Die Möglichkeit, sich wenigstens übers Telefon auszutauschen und nahe zu sein, ist gerade jetzt unbezahlbar. Vor allem die FaceTime-Telefonate mit den Großeltern sind sehr wichtig und werden auch regelmäßig von unserem Sohn eingefordert.

U. Urlaubsplanung
Wir haben bisher unsere Urlaube immer eher kurzfristig geplant. Nur für dieses Jahr hatten wir schon mit viel Vorlauf gebucht… passenderweise Italien! Ob das nun im September klappt, wird man sehen. In der Ferienwohnung im Agriturismo kann man sich an dieselben Abstandsregeln halten wie hier und im Ristorante kann man normalerweise auch draußen sitzen.

V. Vierzig
Auch der vierzigste Geburtstag meiner Frau fiel in die Coronazeit, also gab es kein Grillfest, wie eigentlich geplant. Auch die Tage in einem Allgäuer Hotel mussten wir verschieben. Dafür finden diese nun hoffentlich zum Hochzeitstag statt und zum Geburtstag gab es jede Menge tolle Videobotschaften von Freund*innen, Bekannten und Verwandten, die ich zu einem über einstündigen Film zusammengebastelt habe. Also etwas das bleibt, für die nächsten 40 Jahre.

W. Wocheneinkauf
Corona sei dank – wir schaffen endlich mal den großen Wocheneinkauf, den wir uns schon immer vorgenommen hatten. Wir setzen uns, entsetzlich spießig, hin und stellen einen Essensplan für die Woche zusammen, für den dann eingekauft wird. So müssen wir nur einmal in der Woche Geschäfte betreten und haben noch dazu im Blick, wieviel Geld wir für Lebenmittel ausgeben. Bye bye, convenience shopping!

X. X
Mit einem X aus Klebefolie wird nun in manchen Außenbereichen von Restaurants signalisiert, dass man an einem Tisch nicht sitzen darf, weil man den für den Abstand freihalten muss. Ob das immer die 1,5 Meter sind und ob das wirklich funktioniert? Die Idee, in München die Restaurant-Freiflächen zu vergrößern, indem man Parkplätze opfert, finde ich super.

Y. Yoga
Die wöchentliche Yogastunde fehlt mir sehr, der große Vorsatz ist es, nun regelmäßiger online Yoga zu machen. Allein eine halbe Stunde macht wirklich einen Unterschied- im Homeoffice viel am Schreibtisch zu sitzen, ist genauso rückenschädlich wie im Büro.

Z. Zoom
Ob nun GoToMeeting, Houseparty oder Zoom, wir haben schon ein paar ganz nette Online-Zusammenkünfte erlebt. Auch wenn es kein Ersatz für das echte Zusammentreffen ist, so ist es doch eine schöne Möglichkeit, sich zu sehen. Allerdings auch anstrengend. Und nicht empfehlenswert an Tagen, an denen man schon 2-3 Videokonferenzen für die Arbeit hatte.

Mutterschaft.

„Ich bin Mutter.“ Manchmal muss ich mir das selbst noch sagen, weil es sich immer noch nicht selbstverständlich anfühlt, dass dieses kleine Wesen mein Sohn ist. Der Satz gefällt mir allerdings besser als „Ich bin Mama.“ oder gar „Ich bin die Mama/Mami von…“. Es ist das eine, dass mein Sohn mich bald Mami nennen wird (im Moment sind wir noch beide Mama, das kann er schon sagen), aber die „Mama/Mami/Mutti-Welt“ ist eine ganz andere. Auf die reagiere ich halbwegs allergisch, sodass ich es zum Beispiel nicht über mich bringe, bei „Mamikreisel“ zu bestellen oder an Gruppen mit Namen wie „StaMaStaKi“ (Starke Mamas – Starke Kinder) teilzunehmen. Mal davon abgesehen, dass es meines Wissens in der Mehrheit der Familien auch Väter gibt, die aus solchen Angeboten per se ausgeschlossen werden, ist Mama oder Mami ein Kosename, auf den ich ungern reduziert werde.

In den letzten Monaten wurde mir erst so richtig bewusst, zu welcher Gruppe ich viele Jahre noch gehört hatte, ohne mir je groß Gedanken darüber zu machen: zu der der kinderlosen Frauen. Völlig überraschend, in einem Alter, als niemand mehr damit rechnete, scherte ich hier aus. Es wurde nie direkt ausgesprochen, aber natürlich gehörte ich vorher in der Arbeit und im Freundes- und Bekanntenkreis zur Gruppe der kinderlosen Frauen, genauso wie dies in der Familie galt. Dann war ich schwanger und „raus“ bei den gewollt und ungewollt Kinderlosen. Dabei war ich noch nicht einmal Mutter. Verständlicherweise hatten alle Mütter in meinem Umfeld hingegen auf einmal ganz viele Tipps aus ihrer eigenen Lebenserfahrung für mich.

Paradoxerweise fühle ich mich aber nicht anders als früher. Ich weiß noch, wie es mich immer maßlos geärgert hatte, wenn ich mit dem Totschlag-Argument „Das verstehst du nicht, du hast ja keine Kinder“ abgekanzelt wurde, was nicht nur einmal vorkam. Der Witz ist aber: jetzt habe ich ein Kind, aber vieles verstehe ich trotzdem immer noch nicht. Wie soll ich denn mit einem relativ pflegeleichten Kind verstehen, wie es Eltern mit einem Schreibaby gehen muss? Oder wie das ist, wenn sich das Kind mit Koliken oder Bauchschmerzen windet? Kam bei uns bisher nicht vor. Umgekehrt können sich bestimmt viele Eltern nicht vorstellen, mit welchen Schwierigkeiten sich Regenbogenfamilien im Allgemeinen oder auch wir im Speziellen herumschlagen müssen.

Kinder zu haben ist nicht besser und edler als kinderlos zu sein. Immer noch kann ich mich dermaßen über manche Leute aufregen, die Nicht-Eltern das vermitteln wollen. Natürlich ist es wunderschön, ein Kind aufwachsen zu sehen, diese besondere Liebe zu empfinden und zu empfangen – aber seid doch mal ehrlich, ein Leben ohne Kinder (darf ich erinnern an: ausschlafen, lesen, ins Kino/Theater zu gehen, wann man will, reisen, sich ehrenamtlich/politisch engagieren und vieles mehr – und all das selbstbestimmt) ist auch wunderschön. Ich fürchte, einige Eltern (miss)brauchen Kinder außerdem, um sich wertiger zu fühlen oder ihr Leben sinnhaft zu empfinden – was es sicherlich auch ohne Kind sein sollte.

Ich fühle mich gar nicht „mütterlich“ – doch natürlich bin ich unserem Sohn eine Mutter, will gar eine gute Mutter sein. Gehöre ich demnach also zu „den Müttern“TM? Bei allen Gelegenheiten, bei denen ich bisher andere Mütter kennengelernt habe, habe ich festgestellt, dass es sich nicht anders verhält als vorher: manche finde ich nett, cool, lustig – manche finde ich doof, anstrengend, nervig. Im Allgemeinen genauso wie im Speziellen, also im Muttersein. Als verbindendes Element reicht Mutterschaft wenig überraschend keineswegs aus. Warum also diese Abgrenzung von den Kinderlosen? Gut gefallen haben mir da die Gedanken in Sheila Hetis Roman „Motherhood“, auch wenn man diese durchaus mehrfach lesen muss:

…And I don’t want ’not a mother‘ to be part of who I am – for my identity to be the negative of someone’s positive identity. Then maybe instead of being ’not a mother‘ I could be not ’not a mother‘. I could be not not.
If I am not not, then I am what I am. The negative cancels out the negative and I simply am. I am what I positively am, for the not before the not shields me from being simply not a mother. And to those who would say, You’re not a mother, I would reply, ‚In fact, I am not not a mother‘. By which I mean I am not ’not a mother‘. Yet someone who is called a mother could also say, ‚In fact, I am not not a mother.‘ Which means she is a mother, for the not cancels out the not. To be not not is what the mothers can be, and what the women who are not mothers can be. This is the term we can share. In this way, we can be the same.

Sheila Heti „Motherhood“, p. 157f.

Wie bereits in einem früheren Artikel ausgeführt: Es ist menschlich, dazugehören zu wollen. Es ist menschlich, sich über ähnliche Lebenserfahrungen austauschen zu wollen. Noch menschlicher ist es aber, Empathie und Verständnis für unterschiedliche Lebenswelten und -erfahrungen zu entwickeln, statt sich aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen abzugrenzen oder gar besser zu fühlen. Der Schlüssel liegt darin, finde ich, der und dem anderen zuzuhören und zu versuchen, sich in sie hineinzuversetzen. Von den eigenen Erfahrungen zu berichten, ohne anderen etwas abzusprechen, weil sie die entsprechende Erfahrung nicht selbst gemacht haben. Die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit schätzen zu lernen und nicht den anderen die eigene Lebenswelt überstülpen zu wollen.

Einfach ist das nicht, da kann ich mich an der eigenen Nase fassen! So wenig, wie ich es kritisieren sollte, wenn eine Frau sich in der Schwangerschaft „erhaben“ fühlt (ich hatte nicht einmal annähernd ein solches Gefühl) oder nach der Geburt des Kindes möglichst lange zu Hause bleiben mag, so will ich es auch akzeptiert wissen, dass mir in der Elternzeit nach einigen Monaten wirklich ein gewisses Maß an Herausforderung, Freiheit und Bestätigung fehlte, sodass ich mich auf den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben sehr freute. Ich will meine Mutterschaft so leben und erfüllen dürfen, wie es für mich und unsere Familie passt.

Es ist bei der Elternschaft wie bei jeder anderen Rolle, die man einnimmt im Leben: nur darauf reduziert zu werden, greift immer zu kurz. Ich gehöre nun also zur Gruppe der Mütter. Aber das ist eben noch lange nicht alles, was mich ausmacht.

Ich will Mutter sein und nicht Mutter sein.

(What fabrications they are, mothers. Scarecrows, wax dolls for us to stick pins into, crude diagrams. We deny them an existence of their own, we make them up to suit ourselves – our own hungers, our own wishes, our own deficiences. Now that I’ve been one myself, I know.“)

Margaret Atwood – The Blind Assassin
Seit ich ein Kind hab…. trifft sehr vieles aus diesem Liedtext auch auf mich zu.

Jahresrückblick 2019

Schon wieder ein Jahr rum… und seit meinem letzten Blogpost sind sträflicherweise ganze fünf Monate vergangen. Das mit den Vorsätzen hat wohl leider nicht so gut geklappt, aber es kam eben auch jemand dazwischen. 🙂
Genauso übrigens auch beim Jahresrückblick 2018, den ich leider nie geschrieben habe, wie ich gerade feststellen musste.
Sei’s drum, so war also 2019:

Zugenommen oder abgenommen?
Für das vergangene Jahr liebe ich diese Frage, denn 2018 war ich ja überwiegend schwanger. So kann ich diese Frage locker mit abgenommen beantworten!

Haare länger oder kürzer?
Länger! Und schöner! Dank Heimat am Kopf.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend sehr maulwurfig kurzsichtig, garniert mit ein wenig Weitsichtigkeit, Kleingedrucktes liest sich ohne Brille besser.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr dank Elternzeit! Kinderwageln war der Sport des Jahres 2019.

Mehr Kohle oder weniger.
Erstmal weniger, weil Elterngeld. Dann zwar fast genausoviel, aber für Teilzeit, da neuer Job, juhu!

Mehr ausgegeben oder weniger?
Definitiv mehr!

Der hirnrissigste Plan?
Zu denken, in der Elternzeit hätte ich mehr Zeit für mich und für alles, was sonst so liegenbleibt.

Die gefährlichste Unternehmung?
Waghalsige Wanderungen bei Eis/Schnee/Matsch mit Baby im Tragetuch. Ist aber alles gutgegangen.

Die teuerste Anschaffung?
Für die Familie haben wir einige teure Anschaffungen getätigt… für mich persönlich war am teuersten wohl ein neues Smartphone und ein Kaschmirpulli – und den hab ich von geschenktem Geld bezahlt.

Das leckerste Essen?
Bei einem tollen Date, nur zu zweit mit meiner Frau im Klimenti’s in Haidhausen. Und natürlich auch viel Selbstgekochtes, v.a. feine Pies aus dem Kochbuch der Hairy Bikers.

Das beeindruckenste Buch?
Motherhood von Sheila Heti – die komplexe Frage, ob Kind oder kein Kind, wird hier sehr eindrücklich behandelt.

Das enttäuschendste Buch?
Ich komme so wenig zum Lesen, da kann ich mir keine Enttäuschungen erlauben.

Der ergreifendste Film?
Ich weine gern bei Filmen, im vergangenen Jahr besonders bei dem auf einer wahren Geschichte basierenden Film Elisa und Marcela.

Die beste Musik?
Meistgehörter Song war laut Spotify „Whole Wide World“ von L’Aupaire, siehe unten. Meistgehörte Künstlerin war Toby Beard, die im Mai noch einmal in unserem Wohnzimmer aufgetreten ist, definitiv ein Highlight 2019.

Das beste Theater?
Dramatischerweise (sic!) war ich 2019 nicht im Theater. Bzw. nur“ bei Lesungen/Performances, die allerdings toll waren: Dunja Hayali mit „Haymatland“, Carolin Emcke mit „Ja heißt ja und…“ und Bourbon/Rösinger/Sargnagel im Volkstheater.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Unserem Sohn. Welch Privileg!

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Meiner Familie, besonders in der gemeinsamen Elternzeit in England.

Vorherrschendes Gefühl 2019?
Krass, das ist mein Kind!!!

2019 zum ersten Mal getan?
Vieles. Unter anderem die Kita-Eingewöhnung, die zum Glück sehr positiv verlief.

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Menstruiert. Und Alkohol getrunken. Beides nicht verlernt.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

  • Der ganze Terz mit der Stiefkind-Adoption, da es leider immer noch keine Änderung im Abstammungsrecht gibt.
  • Die Dinge, die ich versehentlich kaputt gemacht habe, z.B. das Bullauge der Waschmaschine und meine Lieblingstasse
  • Das Handekzem, das mich seit der Geburt begleitet

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Meine Gegenüber im Vorstellungsgespräch, dass sie mich einstellen sollen. Hat zum Glück geklappt!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Da muss man wohl andere fragen. Aber schön, auch für mich, war ein Wochenende im Angel Inn im Lake District.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mich zu lieben, immer da zu sein für mich und mich und meinen Grant auszuhalten.

2019 war mit 1 Wort…?
Aufregend!

Vorsätze für 2020?
Eine gute Mutter zu sein, einen guten Job zu machen – und bei all dem noch Zeit und Raum für mich selbst und für die Paarbeziehung zu schaffen.

I’ve been through hell, been through confusion
Blinded myself by illusion
I’ve known pain, I’ve known sorrow
And I know what it’s like to fail

And out of the blue there came you
And something changed

You’re the whole wide world, whole wide world to me
You’re the whole wide world, whole wide world to me

I’ve been lost all these years haunted by demons
I was planning for the worst
A mission out of control, constantly sinking
I’ve been hurting people that I love

And out of the blue there came you
And something changed

You’re the whole wide world, whole wide world to me
You’re the whole wide world, whole wide world to me
Oh, you’re the whole wide world, whole wide world to me
You’re the whole wide world, whole wide world to me

And I wanna hold you
And I wanna hold you
Yeah, I wanna hold you
Yeah, I wanna hold you

You’re the whole wide world, whole wide world to me
You’re the whole wide world, whole wide world to me

Gruppenzugehörigkeit.

In meiner Schulklasse am Gymnasium waren wir 17 Mädchen (und 11 Jungs), deren Unterschiedlichkeit sich mit Beginn der Pubertät so richtig herausbildete. Ich kann nicht mehr sagen, wann es begann, doch irgendwann gab es zwei Lager unter uns Mädchen – mit den jeweils wenig schmeichelhaften, von der anderen Gruppe verliehenen Namen „Lahmis“ und „Bonzen“.
Zu den „Lahmis“ gehörten meiner Erinnerung nach die ruhigeren, schüchternen, vielleicht auch weniger „attraktiven“ Mädchen, wie beispielsweise das übergewichtige Mädchen, das mit dem schlimmen Mundgeruch und das Mädchen, das altmodische Klamotten trug und schielte. Die „Bonzen“ hingegen waren die stylischen Mädchen, die schon weiter in der Entwicklung waren, die als erste Alkohol tranken und kifften, die „cool“ waren und bei den Jungs gut ankamen, darunter einige Arzttöchter, irgendwie hatte die Gruppenbezeichnung wohl also auch mit Geld zu tun.
Schließlich gab es noch drei-vier Mädchen „dazwischen“, zu denen ich mich zählte. Ehrlicherweise waren wir wohl den „Lahmis“ näher, aber mit uns gaben sich die „Bonzen“ immerhin auch ab. Tatsächlich hatte ich in dieser Zeit eine Art Individualismus entwickelt und kann mich noch erinnern, dass mich diese Gruppenbildung richtig nervte. Vielleicht war das auch eine Art Selbstschutz, da ich eben einfach nicht eine von den Coolen war.
Auch wenn sich diese Betitelung nicht ganz so lange hielt, blieben die Gruppen übrigens mehr oder weniger bestehen – als A-Klasse (die mit Latein angefangen hatte), blieben wir von der 5. bis zur 11. Jahrgangsstufe in einer Klasse zusammen.

Auch in der Pfarrjugend, mit der ich fast meine gesamte Freizeit verbrachte, bildeten sich in irgendeinem Zeltlager zwei verfeindete Gruppierungen, die wenig nett miteinander umgingen. Hier fühlte ich mich schon eher einer Gruppe zugehörig, denn zu den Idioten, die die anderen mit fiesen Namen betitelten, wollte ich nicht gehören. Ich selbst wurde von diesen „Bretty“ genannt, was sich auf meine damals noch nicht sonderlich ausgebildete Oberweite bezog. Schließlich führte neben meinem nachlassenden Glauben und den immer größer werdenden Zweifeln an der Religion(sgemeinschaft) nicht zuletzt diese Gruppenbildung dazu, dass ich mich aus der Pfarrjugend zurückzog – besonders christlich ging es da sowieso nicht zu. Wahrscheinlich hatte der Diakon damals recht, als er resigniert feststellte, unsere Gruppe könnte genauso gut einem Eishockeyverein angehören. Wir alle hatten dort einfach unseren Treffpunkt mit tollen Räumlichkeiten, Parties, anderen Jugendlichen – darum ging es. Und für die Eltern waren wir gut aufgehoben.

Wie schön, dass ich in meiner Zeit als Studentin und auch in dem Jahr, das ich in England verbringen durfte, die Chance hatte, mich wieder neu zu präsentieren und nicht gleich einem Lager zugesprochen wurde. Außer weiterhin wie selbstverständlich der Gruppe der Heterosexuellen… diese Rolle versuchte ich auch noch eine Weile mitzuspielen, bis es einfach nicht mehr ging, da das eben nicht ICH war. Plötzlich sollte ich einer mir ganz fremden Gruppe angehören: den Homos, den Lesben… Dabei war das alles total neu für mich und ich hatte mir gerade erst eingestanden, dass es nicht nur „Seelenverwandtschaft“ war, was ich so mancher Frau gegenüber empfunden hatte. Musste da gleich eine ganze Identität mitkommen? Ja, irgendwie schon. Doch wurde ich nie eine „Szenelesbe“, die Homoquote in meinem Freund*innenkreis dürfte höchstens dem Bundesdurchschnitt von 5-10% entsprechen. Dennoch blicke ich heute mit etwas Sentimentalität und auch Neid auf die Teenager, die beim CSD in Scharen auftreten und durch diese Gruppe der Gleichgesinnten selbstbewusst auftreten können.

Ebenfalls in der Studienzeit beschloss ich, den Kontakt zu einer anderen Gruppe zu suchen. Inspiriert von einer Freundin suchte ich mir ein Ehrenamt – der Spruch der Ehrenamtsagentur Tatendrang sprach mich an: Spenden Sie Zeit statt Geld!
Niedrigschwellig wäre es gewesen, mit Migrant*innen Deutsch zu üben oder Schulkinder zu unterstützen, schließlich studierte ich Lehramt. Ich wollte das aber eben bewusst nicht und bin bis heute sehr froh, dass ich mich traute, mich bei einem Verein zu melden, der schon damals die Inklusion von Menschen mit Behinderung vorantrieb. Nicht zuletzt hat es auch meine berufliche Karriere maßgeblich geprägt, dass ich diesen Schritt machte.

Das ist mittlerweile 16 Jahre her und auch wenn sich mein Engagement in dieser Zeit verändert hat (von der direkten Arbeit mit den Menschen eher hin zur „Hintergrundarbeit“ im Vorstand), bin ich immer noch sehr dankbar für diese Erweiterung des Horizonts. Auch ich hatte Barrieren im Kopf und es hat wirklich etwas mit mir gemacht, die Menschen hinter der Behinderung kennenzulernen, die so oft im Vordergrund steht und unseren Blick verstellt.
Damals war noch nicht die Rede von den Filterblasen, die wir uns im Leben schaffen, aber ich habe es immer schon als sehr inspirierend und interessant empfunden, Menschen mit einem sehr unterschiedlichem Hintergrund kennenzulernen. Das galt im Verein nicht nur für die Menschen mit Behinderung, sondern auch für die Ehrenamtlichen, die eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Frauen (und sehr wenigen Männern) mit ganz unterschiedlichem Background sind.

Die Gruppenbildung ist sehr menschlich, wir stecken andere und uns selbst in Schubladen und das wird auch so bleiben. Für Zwecke der Selbsthilfe und den Austausch unter Gleichgesinnten ist es auch sehr sinnvoll, sich eine Gruppe zu suchen, das erlebe ich zum Beispiel gerade als Regenbogenmutter. Ich hoffe aber, ich kann weiterhin mich selbst und auch andere, nicht zuletzt meinen Sohn, zum einen dazu ermutigen, die Schubladen und den eigenen Wunsch, zu einer Gruppe zu gehören, zu hinterfragen, und zum anderen Neugier auf andere zu haben – statt Angst vor dem vermeintlich Fremdem und anderem. Für beides braucht es Mut, schließlich muss man es für das eine aushalten können, auch mal Außenseiter*in zu sein, und für das andere von sich aus auf andere zugehen. Vor allem aber man muss sich selbst entdecken, unter all den Labels, die einem gesellschaftlich aufgedrückt werden.

I wish that I could be like the cool kids
Cause all the cool kids, they seem to fit in
I wish that I could be like the cool kids
Like the cool kids

Echosmith – Cool Kids